Dresden – Onlineshop ohne Telefonnummer möglich

Der e-commerce ist ein sehr abmahnträchtiges Geschäft. Die aktuelle Rechtsprechung zum Internetrecht ist daher für jeden Onlinehändler im Auge zu behalten.

Mehr
Cookie Chaos – opt- in oder opt-out?
Apr08

Cookie Chaos – opt- in oder opt-out?

Webseite auf das Spiel kann beginnen und was kommt? Ein kleines popup-Fenster oder ein Overlay mit dem Hinweis „Wir verwenden Cookies“. Entweder verblasst dann dieser Hinweis, es wird um die Einwilligung gebeten, weitere Informationen sind verlinkt oder es kann weggext (exit) werden. Werde ich nun getrackt oder nicht? Dafür nutze ich persönlich mein Ghostery – Tool /Addon. Der Schrecken aller Tracker (außer Browserfingerprinting). Nach einer Zustimmung wird nicht gefragt. Dies war früher noch ok, wenn für Zwecke der Marktforschung oder zur bedarfsgerechten Gestaltung Nutzungsprofile von Pseudonymen erstellt werden und (jetzt kommt´s) der Nutzer nicht widerspricht, so § 15 Abs. 3 TMG. Somit musste also ein opt-out vom Diensteanbieter angeboten werden. Dies hat aber die so genannte Cookie-Richtlinie seit 2009 verschärft (2009/136/EG). Danach muss eine Einwilligung des Nutzers vorliegen (opt-in). Einen Widerspruch anzubieten reicht demnach nicht. Deutschland hat diese EU-Richtlinie aber nicht umgesetzt. Dann macht es halt google und schreibt seinen Nutzern eine Richtlinie am 27.07.2015 (Richtlinie zur Einwilligung der Nutzer in der EU), die vorsieht, dass bei der Benutzung von google-Produkten (außer google analytics) von Endnutzern in der EU die Einwilligung einzuholen ist, wenn dies das europäische Datenschutzrecht  vorsieht. Google analytics nutzt aber auch Cookies. Warum erteilt google hierfür keinen Hinweis? Es wird vermutet, dass dies in der Verwendung von first party cookies (für Webseitenstatistiken/Webseitenbetreiber = verantwortliche Stelle und nicht third party cookies bspw. für Onlinewerbung) bei google analytics begründet ist. Ansonsten herrscht großes Rätselraten, da google nichts dazu äußert. Cookiechoices.org (Informationsdienst von google) rät dazu anwaltlichen Rat einzuholen. Das ist immer gut und richtig. Es gibt meiner Ansicht nach zwei Möglichkeiten, die je nach Risikobereitschaft und im Einzelfall nach der Beratung zur Debatte stehen. Einmal die konkludente Einwilligung und die förmliche Einwilligung. Wie dies geschehen kann, erläutere ich Ihnen gerne im Rahmen einer Beratung, da hier immer eine individuelle Lösung erfolgen muss. Es drohen Abmahnungen, also machen Sie Ihre Webseiten fit.    

Mehr
Neues Elektroschrott-Gesetz schockt die Händler und Onlinehändler
Jan29

Neues Elektroschrott-Gesetz schockt die Händler und Onlinehändler

Elektronikhändler und damit auch Onlinehändler aus der Branche Elektronik werden ab dem 24.07.2016 nicht nur den Elektroschrott ihrer Kunden, sondern auch den Elektroschrott anderer Kunden, zurücknehmen müssen. 400 qm Verkaufsfläche für Elektrowaren und/oder 400 qm Lagerfläche für Onlinehändler je Standort sind die Schallmauern, ab der die Verpflichtung zur Rücknahme dann greift. Ob bei der Lagerfläche die Grundfläche oder die Regalfläche gemeint ist, ist unklar. Das Umweltministerium geht contra Händler von der Regalfläche aus. Das Gesetz sagt dazu nichts aus. Wer in andere Länder der EU liefert, wird verpflichtet dort eine Niederlassung zu gründen oder zumindest einen Bevollmächtigten zu beauftragen. Die Anmeldung vor Ort bei einem Recyclingsystem wird zur Pflicht. Abmahnungen sind von Wettbewerben sind bei der Nichteinhaltung der Rücknahme und/oder Nichtniederlassung im Exportland möglich. Die Verbraucher können ab dem 24.07.2015 Elektrogeräte, deren längste Kante 25 cm misst, kostenlos abgeben. Größere Geräte können abgegeben werden, wenn der Verbraucher ein neues Gerät kauft, welches denselben Zweck erfüllt. Onlinehändler müssen auf Nachfrage eine Abgabestelle in der Nähe benennen oder auf dem Postweg die Altgeräte zurücknehmen. Am wichtigsten ist die Informationspflicht der Händler. Dies sollte in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) geschehen. Hier komme ich dann als Fachanwalt für IT-Recht ins Spiel, da es meine Aufgabe ist, abmahnsichere AGB für meine Mandanten zu entwerfen. Ihr Rechtsanwalt und Fachanwalt für Informationstechnologierecht Thilo Zachow 7 Tage – 24 h für Sie erreichbar!     Chemnitz     0371 5347 290     Dresden     035121066970     Berlin      030469992740

Mehr
Jugendmedienschutz – Werbung gegenüber Kindern
Nov09

Jugendmedienschutz – Werbung gegenüber Kindern

Als Jugendschutzbeauftragter diverser Onlinespieleplattformen sowie Urheber- und Medienrechtler beschäftige ich mich mit den Anforderungen, die die Gesetzgebung und Rechtsprechung an die rechtliche Zulässigkeit von Werbung gegenüber Kindern und Jugendlichen stellen. Der Beitrag soll für Telemedien- und/oder Rundfunkanbieter einen Einstieg in Sachen Werbung gegenüber Kindern und Jugendlichen darstellen. Die gesetzlichen Grenzen ergeben sich unter anderem aus dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV), dem Rundfunkstaatsvertrag (RStV), dem Heilmittelwerbegesetz (HWG) und dem Glücksspielstaatsvertrag. Nach Anhang Nr. 28 zu § 3 Abs. 3 UWG ist es unzulässig Kinder umittelbar aufzufordern (Appel), selbst die beworbene Ware zu erwerben oder die beworbene Dienstleistung in Anspruch zu nehmen oder ihre Eltern oder andere Erwachsene dazu zu veranlassen. So der Bundesgerichtshof (BGH) für das Onlinerollenspiel Runes of Magic: „Schnappe dir die Gelegenheit und verpasse deiner Rüstung und Waffen das gewisse Etwas!“ + Platzierung in jugendtypischen Medien (BGH, Urteil vom 17.07.2013, Az. I ZR 34/12). Richtet sich Werbung auch an Kinder, aber nicht ausschließlich, liegt nach dem BGH keine gezielte Werbung gegenüber Kindern vor (BGH, Urteil vom 12.12.2013, Az. I ZR 192/12 – Goldbarrenbären). So würde ich bspw. auch das Album der Toten Hosen „Kauf mich“ trotz jugendtypischer Musik in der damaligen Zeit einstufen https://www.youtube.com/watch?v=EZwMo8zgdCU . Die Werbung muss sich auf ein bestimmtes Produkt beziehen. Ob Preis und Beschreibung des Produkts enthalten sein müssen, ist nicht geklärt. Dieses Verbot aus dem Anhang Nr. 28 zu § 3 Abs. 3 UWG soll vor überzogenen spontanen und emotionsgeladenen Käufen durch Kinder oder durch Kinder verursacht, schützen, wie es jeder in der „Crahszone“/Kassenbereich eines Supermarktes oder im Zooshop am Ausgang des Zoo´s beobachten kann. Die Beeinträchtigung der Entscheidungsfreiheit der Verbraucher durch menschenverachtende oder unangemessene unsachliche geschäftliche Handlungen (Eltern/Klassendruck, Tony-Taler), § 4 Nr. 1 UWG, und das Ausnutzen der geschäftlichen Unerfahrenheit, § 4 Nr. 2 UWG sind weitere Auffangtatbestände des UWG, die zu einem Verbot führen. Die Verletzung von Marktverhaltensregelen, § 4 Nr. 11 i.V.m. dem JMStV, sind dann wieder interessanter. Es wird unterschieden zwischen generell unzulässigen (§ 4 JMStV) und entwicklungsbeeinträchtigenden Angeboten (§ 5 JMStV) sowie Jugendschutz in Werbung und Teleshopping (§ 6 JMStV). Produktplatzierungen sind in Kindersendungen nicht erlaubt, § 44 Satz Nr. 1 RStV. Werbung für Arzneimittel , die sich ausschließlich oder überwiegend an Kinder unter 14 Jahren richtet, ist verboten. Genauso ist Werbung für öffentliches Glücksspiel gegenüber Minderjährigen oder vergleichbaren Zielgruppen verboten. Profitieren Sie von meiner Erfahrung aus über 2.128 bearbeiten Abmahnungen und als externer…

Mehr
Freifunkdienst haftet noch nicht für Filesharing
Sep03

Freifunkdienst haftet noch nicht für Filesharing

Keine Haftung des Freifunkers / freies WLAN-Netzes für Filesharing.

Mehr
Seite 1 von 3123