Äußerungsrecht – Pflichten für Bewertungsportalbetreiber

Die Bewertungsportalbetreiber machen es sich oft sehr einfach, indem sie darauf verweisen, dass es nicht ihre Bewertungen sind, sondern die der Nutzer. Dennoch haben Bewertungsportale Prüfpflichten. Wenn Sie eine negative Bewertung erhalten haben, die Sie nicht für gerechtfertigt halten, gibt es durchaus die Möglichkeit hiergegen vorzugehen. Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht Zachow ist in diesem Bereich tätig.

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Niederlage für Verlagsausschüttung am BGH
Apr22

Niederlage für Verlagsausschüttung am BGH

Der Bundesgerichtshof hat einer jahrelangen Praxis der VG-Wort (Wahrnehmungsgesellschaft wie GEMA nur für Autoren und Verlage) einen Riegel vorgeschoben

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Cookie Chaos – opt- in oder opt-out?
Apr08

Cookie Chaos – opt- in oder opt-out?

Webseite auf das Spiel kann beginnen und was kommt? Ein kleines popup-Fenster oder ein Overlay mit dem Hinweis „Wir verwenden Cookies“. Entweder verblasst dann dieser Hinweis, es wird um die Einwilligung gebeten, weitere Informationen sind verlinkt oder es kann weggext (exit) werden. Werde ich nun getrackt oder nicht? Dafür nutze ich persönlich mein Ghostery – Tool /Addon. Der Schrecken aller Tracker (außer Browserfingerprinting). Nach einer Zustimmung wird nicht gefragt. Dies war früher noch ok, wenn für Zwecke der Marktforschung oder zur bedarfsgerechten Gestaltung Nutzungsprofile von Pseudonymen erstellt werden und (jetzt kommt´s) der Nutzer nicht widerspricht, so § 15 Abs. 3 TMG. Somit musste also ein opt-out vom Diensteanbieter angeboten werden. Dies hat aber die so genannte Cookie-Richtlinie seit 2009 verschärft (2009/136/EG). Danach muss eine Einwilligung des Nutzers vorliegen (opt-in). Einen Widerspruch anzubieten reicht demnach nicht. Deutschland hat diese EU-Richtlinie aber nicht umgesetzt. Dann macht es halt google und schreibt seinen Nutzern eine Richtlinie am 27.07.2015 (Richtlinie zur Einwilligung der Nutzer in der EU), die vorsieht, dass bei der Benutzung von google-Produkten (außer google analytics) von Endnutzern in der EU die Einwilligung einzuholen ist, wenn dies das europäische Datenschutzrecht  vorsieht. Google analytics nutzt aber auch Cookies. Warum erteilt google hierfür keinen Hinweis? Es wird vermutet, dass dies in der Verwendung von first party cookies (für Webseitenstatistiken/Webseitenbetreiber = verantwortliche Stelle und nicht third party cookies bspw. für Onlinewerbung) bei google analytics begründet ist. Ansonsten herrscht großes Rätselraten, da google nichts dazu äußert. Cookiechoices.org (Informationsdienst von google) rät dazu anwaltlichen Rat einzuholen. Das ist immer gut und richtig. Es gibt meiner Ansicht nach zwei Möglichkeiten, die je nach Risikobereitschaft und im Einzelfall nach der Beratung zur Debatte stehen. Einmal die konkludente Einwilligung und die förmliche Einwilligung. Wie dies geschehen kann, erläutere ich Ihnen gerne im Rahmen einer Beratung, da hier immer eine individuelle Lösung erfolgen muss. Es drohen Abmahnungen, also machen Sie Ihre Webseiten fit.    

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„Gefällt mir Button“ birgt Gefahr für Abmahnung

Das Landgericht Düsseldorf hat einer Klage der Verbraucherzentrale NRW gegen Peek & Cloppenburg stattgegeben, in der es um die Einbindung eines Facebook „Gefällt mir“ Buttons ging (Urteil vom 09.03.2016, Az. 12 O 151/15). Peek & Cloppenburg hatte die Seitenbesucher nicht darüber informiert, ob und welche Daten an die Facebook Inc. weitergegeben werden. Facebook sammle schon Daten, selbst wenn der Button nicht aktiv genutzt wird. Insgesamt ist von dem Standardfacebookplugin abzuraten. Natürlich gibt es Wege, dennoch datenschutzrechtlich sauber eine social-media-Anbindung zu installieren. Hierzu verweise ich auf meinen Artikel zur Shariff – Lösung Rechtsanwalt-Dresden.org nutzt ab sofort Shariff. Es gibt also Alternativen.  

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Datenschutz-Facebook- Fansites stehen auf dem Prüfstand des EuGH´s
Mrz20

Datenschutz-Facebook- Fansites stehen auf dem Prüfstand des EuGH´s

Nachdem die Facebook Inc. bereits am LG Berlin eine Niederlage einstecken musste (Facebook AGB 100.000 EUR Ordnungsgeld) , geht es vor dem EuGH mit den Fanpages weiter.

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